Wie hilft Mediation bei Trennung und Scheidung?

In unserer Streitkultur werden in der Regel Konflikte an Rechtsanwälte und in letzter Konsequenz an Gerichte abgegeben. Damit haben Sie keinen Einfluss mehr auf den Streit. Ein Dritter entscheidet, wann Sie Ihre Kinder sehen dürfen, wer in dem gemeinsamen Haus wohnen bleibt oder wie das Einkommen verteilt wird. 

Mediation wird in vielen Ländern dem Gerichtsverfahren vorgeschaltet, um eine außergerichtliche Streitbeilegung zu ermöglichen. Als Mediator sitze ich mit den Streitenden an einem Tisch. Ich sorge für eine tragfähige Arbeitsbeziehung. Wut, Enttäuschung, verletzte Gefühle hindern Streitende oft, ein Gespräch miteinander zu führen; der Streit eskaliert. Als ausgebildete Mediatorin bin ich geschult und erfahren im Umgang mit Konflikten. Ich helfe Ihnen, die sachliche Ebene des Streits zu finden. Wir verhandeln die zu regelnden Sachverhalte. Dabei trete ich als neutrale Mittlerin in Erscheinung. Wie ein Arzt oder Anwalt bin ich auch in meiner Eigenschaft als Mediator zur Verschwiegenheit verpflichtet. Aus einer erfolgreichen Mediation gehen die Streitenden jeweils als Gewinner hervor.

Eheleute können in vielfältiger Weise auch nach Trennung bzw. Scheidung miteinander verbunden bleiben. Am häufigsten ist dies durch die Sorge um die gemeinsamen Kinder der Fall. Wenn Sie ein Verfahren gewinnen, lebt es sich oberflächlich betrachtet gut. Ihr Partner hingegen fühlt sich nicht nur als Verlierer, sondern hat auch tatsächlich einen Rechtsstreit gegen Sie verloren Das ist keine gute Grundlage, z. B. notwendige Entscheidungen für Ihre Kinder zu treffen oder einander im gemeinsamen Freundeskreis zu begegnen. Es wird immer wieder Situationen geben, in denen auch Sie auf die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Partner angewiesen sind.

Entscheiden Sie sich ohne Zwang für die Mediation. Steht der Trennungsschmerz noch im Vordergrund, lassen Sie sich Zeit, bis Sie die Trennung akzeptiert haben. Sie sollten den ernsthaften Wunsch haben, sich zu einigen. Blicken Sie nicht zurück, sondern nur noch in die Zukunft.


Rechtstipp vom 16.03.2018

 

Veröffentlicht am: 06.04.2018